Viele Patientinnen und Patienten erzählen mir im ersten Gespräch ausführlich von ihren Beschwerden. Das ist wertvoll. Noch hilfreicher ist oft, wenn Sie mir den Schmerz zeigen.
1. Zeigen statt erklären
Eine Geste sagt oft mehr als viele Worte. Zeigen Sie mir mit der Hand, wo es weh tut, ohne lange zu überlegen. Die erste, spontane Geste ist meist die aufschlussreichste.
2. Wo genau?
Zeigen Sie mit einem Finger auf den Punkt, der am meisten schmerzt. Wenn es keinen einzelnen Punkt gibt, ist auch das ein Hinweis.
3. Welche Form hat der Schmerz?
Ist es ein Punkt, eine Linie oder ein ganzer Bereich, den Sie mit der Hand umfassen? Ich arbeite unter anderem nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM). Dort ist die Geste ein wichtiger Teil der Befundaufnahme.
4. Was löst ihn aus?
Kommt der Schmerz bei Bewegung, nach langem Sitzen, unter Belastung oder in Ruhe? Überlegen Sie sich vor dem Termin, in welchen Situationen er auftritt.
5. Seit wann?
Ist der Schmerz plötzlich gekommen, zum Beispiel nach einem Unfall, oder hat er sich langsam entwickelt? Auch das hilft bei der Einordnung.
Bringen Sie mit
- die ärztliche Verordnung, falls vorhanden
- bequeme Kleidung
- nach einem Unfall die Schadennummer
Mein Rat: Notieren Sie sich die Antworten vor dem Termin kurz auf dem Handy. So geht im Gespräch nichts vergessen.
